Lichterfest setzt Zeichen gegen Dunkelheit, Angst und Gewalt

Unter dem Motto „(Neues) Sehen und Gesehen werden“ lud das Stadtteilzentrum Planie am Samstag,den 21.11.2015 von 17-20 Uhr ein, zum fairen Lichterfest auf der Kennedywiese in Puchheim. Als Zeichen gegen Angst, Gewalt und Rassismus traten die Organisatoren mit dem fairen Lichterfest für Respekt und ein friedvolles Miteinander auf globaler wie auch lokaler Ebene in Puchheim und der Planie ein.

Das Fest brachte Licht auf die dunkle Kennedywiese, die eine wichtige Verbindung der Planie in die Stadt und zum Bahnhof darstellt und die viele Menschen abends und nachts als Angstraum erleben. Mobile Lichtelemente in Form von großen Würfeln mit Portraits und Bildern aus der Planie beleuchteten den Pfad zum Fröbelweg und ließen dadurch neue Blickverbindungen im öffentlichen Raum entstehen. Die Lichtelemente wurden zuvor in Workshops zusammen mit dem Kulturverein Puchheim e.V. und Teilnehmenden des Kinderpartizipationsprojektes im Rahmen der Kooperation mit der Hochschule München entwickelt und erarbeitet. Kleine Feuerstellen luden ein zu einem Plausch zwischen Nachbarn und Puchheimern, die sich frische Waffeln, Stockbrot und alkoholfreien Punsch aus fairem Handel und regionaler Herkunft schmecken ließen. Gesangs- und Tanzeinlagen von Nauris, Celine und Nour aus der Planie brachten Stimmung unter die Menschen.

Bürgermeister Norbert Seidl betonte in seinem Grußwort, wie wichtig ein gemeinsames Eintreten für Toleranz und Gewaltfreiheit gerade in den aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen sei. Die Stadt hatte an bereits bestehenden Lampen neue LED-Leuchten eingesetzt, die den Fröbelweg nun heller beleuchten als zuvor. Herr Seidl betonte zudem, dass die Stadt mit dem Bauamt bald weitere Lampen für mehr Licht auf dem Weg zum Bahnhof installiert, damit Angsträume vorwiegend für Frauen reduziert werden können.Prof. Dr. Tilo Klöck von der Hochschule München, der mit seinem Team und Studierenden, neben den Leuchtelementen illuminierte Seidentuchinstallationen aufstellte, verwies auf die Installation der „roten Brücke“ in Anlehnung an Paul Klee, die auch als Brücke zwischen Kulturen, Stadtteilen und Jung und Alt aus nah und fern gesehen werden kann.

Das Quartiersmanagement zeigte sich sehr zufrieden und glücklich mit dem Fest, das ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Beleuchtungssituation an den Wegen und damit der Infrastruktur in der Planie darstellt. Mit dem Kunstprojekt und dem Fest konnten auch die Personen eingebunden werden, die zuvor ihre Ängste im Stadtteilzentrum geäußert hatten. Ein herzliches Dankeschön sprach der Träger des Quartiersmanagements, der Deutsche Kinderschutzbund Kreisverband Fürstenfeldbruck der Stadt Puchheim und insbesondere dem Bauhof der Stadt, dem Kulturverein Puchheim e.V., der Hochschule München, dem ZAP, dem Umweltamt der Stadt Puchheim, der VHS Puchheim sowie Engagierten aus Puchheim aus, die dieses Fest erst ermöglichten.

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Lichterfest setzt Zeichen gegen Dunkelheit, Angst und Gewalt

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